Sorry…

Liebe Interessierte,

In den letzten Jahren hat sich bei vielen meiner ZeitgenossInnen der Drang verbreitet, Dinge zu veröffentlichen. Von Ideen und Gedanken zu bestimmten Themen über Listen von Namen der Menschen, die man aus Mangel an einer geeigneten Bezeichnung als Freunde bezeichnet, oder banale ausgeübte Tätigkeiten bis zum täglichen Stuhlgang wird so manches dem nimmersatten Auge der Öffentlichkeit ausgeliefert.

Ich vermute hinter dieser Tendenz zur Veröffentlichung nichts als das Streben, der eigenen Nichtigkeit zu entgehen. Wenn sich mir auch der Sinn mancher Publikationen nicht erschließt, kann ich dieses Motiv doch gut verstehen.

Ich will ja auch meiner Nichtigkeit entgehen. Also füge ich mit diesen Texten dem unübersehbaren Riesenhaufen des Insnetzgestellten mein eigenes Häufchen hinzu.

Ich habe ganz schön lange herumgeeiert, bis ich mich dazu bekennen konnte.

Es fühlt sich seltsam an, das zu tun. Es ist, als würde ich kleine Teile von mir in kleine Bit-Päckchen verpacken und in den Mega-Ozean des Internets werfen, wo sie herrenlos herumschwimmen, mit anderen Päckchen zusammenstoßen und irgendwelche unverständlichen Dinge tun, und ich kann immer nur von Zeit zu Zeit durch das Fernglas des Computerbildschirms gucken und ihnen zuwinken. Aber ich möchte sie doch los werden. Sie sind erwachsen geworden und müssen aus dem Haus.

Deshalb stelle ich sie jetzt hier hin.

Wem etwas in den Texten gefällt, wer sie kommentieren oder ihnen widersprechen möchte, möge dies in schönen und überlegten Sätzen tun

Nun also: Heraus damit!

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